Shabby Chic selbstgemacht

Jungmichels zeigt Shabby Chic
 
Was tun, wenn Zuhause ständig Nähnadeln und Nähutensilien oder letztlich auch die Nähmaschine im Weg stehen? Klar die meisten werden jetzt denken, was ist eine Nähmaschine?
 
Halllloooooo.....!
 
Das sind die Dinger die laufen wie ein "Schweizer Uhrwerk" und helfen je nach Geschick des Bedieners, deinen Hosenboden zusammen zu halten. Meist analog und völlig Old School, aber ein wahres Hexenwerk technischer Ingenieurskunst, wenn man damit umgehen kann. Also was macht man, wenn diese Errungenschaft bei Nichtgebrauch aus den Füßen soll? Genau.....wegräumen. Aber einfaches wegräumen kommt in meinem Fall nicht in Frage. Ich hätte gerne ein dauerhaftes Möbelstück. Eines welches zeigt, hey der Typ hat Geschmack und ein Möbelstück welches seinen Sinn als Aufbewahrungsutensil erfüllt. Ein einfacher Neukauf im Sinne du bist was und bei wem du kaufst kommt für mich nicht in Frage. Ich will ein "Unika(R)t". Etwas was Klaus F. Geldsack in seiner Hilflosigkeit so nicht kaufen kann. Ich erinnerte mich an eine Nähmaschine samt Untergestell bei mir auf dem Dachboden. Allerdings wurde nach der ersten in Augenscheinnahme des alten Stück schnell klar, dass Ding kannst Du vergessen. Jetzt gefällt mir Shabby Chic so richtig gut. Und ich habe beschlossen, das Untergestell in genau diesen Style umzuarbeiten.
 
Man benötigt:
  • Ein altes Möbelstück
  • 5l Weiße Farbe /Dispersionsfarbe (ich bevorzuge Fassadenweiß)
  • grobes Schleifpapier oder Schleifmaschine (ich bevorzuge einen Schwingschleifer)
  • Pinsel
  • Möbelwachs oder Möbelöl (ich bevorzuge den Wachs)
 
Phase I:
Möbelstück anschleifen. Kleine Riefen und Macken sind gewünscht! Die auf dem Bild zu sehende Platte wurde nachträglich auf das Gestell geschraubt. So ist nicht nur die Arbeitsfläche größer, sondern auch die Proportionen sind angenehmer.
 
Shabby-chic
 
Phase II:
Etwas Dispersionsfarbe für den ersten Anstrich in eine separate Schüssel füllen und mit Wasser verdünnen. Die Konsistenz der Farbe muss sehr dünn (wässrig sein). Mischungsverhältnis 1:8. Ein Teil Farbe und acht Teile Wasser. Dann mit dieser Lösung das Mobelstück anstreichen.  Bitte beim Anstrich keine Erbsen zählen, sondern nach Lust und Liebe - Kreuz und Quer die Farbe auftragen und trocknen lassen.
 
Shabby-Chic
 
Phase III:
Für den nächsten Anstrich verwende ich dann ebenfalls verdünnte Dispersionsfarbe. Diesmal ist die Farbe jedoch - na sagen wir mal im Verhältnis 1:1 gemischt. Ein Teil Farbe & ein Teil Wasser. Lass bei der Pinselführung deine Phantasie walten und nicht deine mathematischen Fähigkeiten. Auf dem Bild unten ist gut zu erkennen, dass die Farbe mal dick und mal dünn bzw. mit Pinselstreifen aufgetragen wurde.
 
Shabby-ChicIII
 
Phase IV:
Beim dritten und letzten Anstrich verwende ich die Farbe unverdünnt. Trage diese jedoch nur Stellenweise auf. Nach dem Abtrocknen breche ich mit dem Schleifpapier (ich bevorzuge der Einfachheit halber einen Schwingschleifer) die Kanten des Möbelstücks auf, indem die Farbe vereinzelt wieder bis auf´s Holz runter geschliffen wird. Die größeren Holzflächen werden ebenfalls geschliffen. Auch hier ist ungenaues Arbeiten angesagt. Wenn ich der Meinung bin fertig zu sein, wird alles noch mit Holzwachs versiegelt. Du kannst farbiges oder farbloses Wachs verwenden. Bei meinem Möbelstück war es neutrales Wachs. Durch die aufgebrochenen Kanten und den Wachs entsteht der schöne Shabby Chic Look. Eine Patina, die so aussieht, als könne Sie Geschichten erzählen. (Nächste Woche besorge ich noch schöne bunte Porzellan Knöppe.) Alles wieder zusammenbauen - fertig!
 
Arbeitszeit ca. vier Stunden. Besser als mit hippen Designerklamotten nutzlos im Kaffee zu sitzen, denn am Ende habe ich durch die ungewohnten Bewegungen etwas Muskelkater und ein absolutes Unika(R)t mit meinen eigenen Händen geschaffen.
 
Komm - Im "Tun" liegt die Kraft - nicht im "Lassen"
 
probiers selbst mal...
 
Jungmichels-Shabby-Chic
 
Shabby
 

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