Damast

Damast-Stahl-von-Jungmichels
 
DAMASKUS STAHL
„Warum ist der Damast so schön? Seine Herstellung verlangt ein hohes Maß an Fingerfertigkeit. Besonders dieses Material ist in der Lage, die Professionalität, Erfahrung und Sensibilität des Schmiedes, der es bearbeitet hat, widerzuspiegeln. Zwar schmiede ich schon seit fast 20 Jahren Damastklingen, aber ich merke nie wie schnell die Zeit vorbei geht während ich damit beschäftigt bin eine neue Damastklinge zu falten. Es ist eine Faszination das Licht auf der Oberfläche spielen zu sehen. Selbst die kleinsten Bewegungen, die während der Herstellung erfolgen, sind im Stahl eingefangen. Das Feuer und der Hammer bleiben ihm im Gedächtnis, seine Sensibilität verleiht ihm organische Qualitäten, die sich in der hübschen Oberfläche widerspiegeln. Dies ist mehr als nur hohes Niveau.“
Don Fogg, Schmiedekünstler

Seit jeher hat der Damast-Stahl Interesse und Gier geweckt, weit über eine Passion einiger Schmieden hinaus. Es existieren viele Legenden, die dieses Thema behandeln und ohne Zweifel einiges gemeinsam haben. Dazu zählen die zerstörerischen Schwerter an den Rüstungen der Ritter während den Kreuzzügen…

Die Historiker haben herausgefunden, dass der Damast ursprünglich aus dem Kaukasus kommt und vor ungefähr 2500 Jahren v. Chr. Von den Hittites entdeckt wurde. Er stammt also nicht aus heutiger Zeit. In der Tat scheint der Damast-Stahl die ganze Geschichte der Eisenarbeit begleitet zu haben seit seiner Entdeckung bis heute noch mit mehreren Perioden, in denen er länger in Vergessenheit geriet- zumindest in Europa - und dann wieder aufgetaucht ist.

Damast…
Erinnern wir uns, dass das Eisen flexibel und formbar ist. Es nutzt sich ab und schneidet nicht. Der Stahl ist hart und spröde, er nutzt sich nur wenig ab und schneidet sehr gut nach den Vorgängen der Härtung. Dies läuft folgendermaßen ab: Ein zuvor stark erhitztes Eisen wird extrem abgekühlt. Dies vergrößert jedoch seine Schwachstellen. Die Schmiede haben entdeckt, dass Sie die „negativen Eigenschaften“ eingrenzen und die positiven jedes einzelnen Bestandteiles verbessern könnten, indem sie Stahl und Eisen eng miteinander verbinden: So entstand der Damast-Stahl.

Herstellung
Das Damast-Eisen ist ein Verbund von sich abwechselnden Schichten aus Eisen (oder weichem Stahl-) und Hartstahl. Dieser kommt durch Verschweißen des Schmiedestücks zustande, das mehrmals gestreckt und gefaltet wird. Die Anzahl der Schichten und der Faltungen kann zwischen zehn und mehreren Hundert variieren - gemäß der Berichte und der Eigenschaften, die man dem Damast gerne zuordnet.

Konkret: um das Damaststahl zu erzeugen, verbindet der Schmied mehrere Schichten aus Eisen und Hartstahl, er erhitzt es im Schmiede-Ofen bis ungefähr zur Schmelz-Temperatur. Dann hämmert er es auf dem Amboss um es zu verschweißen. Anschließend walzt er es aus bis er die Hälfte der ursprünglichen Dicke erreicht hat. Er erhitzt es von neuem bis zur Schmelztemperatur, schweißt es durch Hammerschläge zusammen und wiederholt die Vorgänge um die gewünschte Anzahl von Schichten zu erhalten. Danach lässt der Schmied einige Metallschichten durch Schleifen und Schmieden oder umgekehrt durch Drehen zum Vorschein kommen. Dadurch entsteht ein Muster auf der Metalloberfläche (wie z.B. Reiskörner oder Kordeln) was durch Eintauchen in ein Säurebad und vorausgehendem Polieren zum Vorschein kommt.
 
 
Damastklinge


Leistung und Ästhetik
Die Bewunderung an einer Damastklinge zeugt neben seinen Schneideeigenschaften von seinem ästhetischen Wert. Das ist eine endlose Faszination das Licht an der Oberfläche spielen zu sehen. Selbst die kleinsten Vorgänge, die während der Herstellung abgelaufen sind, sind im Metall eingefangen. Das Feuer und der Hammer bleiben ihm im Gedächtnis, seine Sensibilität verleiht ihm organische Qualitäten, die sich in der hübschen Oberfläche widerspiegeln.

 


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